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 Das Zusammenspiel von Blende und Verschlusszeit / Schärfentiefe

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Delphinchen
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BeitragThema: Das Zusammenspiel von Blende und Verschlusszeit / Schärfentiefe   Fr 02 Mai 2008, 15:53

Nun da wir wissen was Blende und Verschlusszeit sind müssen wir lernen die beiden miteinander zu verwenden.

Das Zusammenspiel von Blende und Verschlusszeit / Schärfentiefe
Wir haben gelernt dass die Blende bei einer kleinen Blendenzahl weit geöffnet ist und somit viel Licht durchkommt. Nun ist es von Bedeutung wie lange das "loch" (=Blende) geöffnet bleibt, damit das Bild am Ende die richtige Menge Licht abbekommt.
Wählt man eine große Blendenzahl, kommt durch die Blende entsprechend weniger Licht durch - somit muss die Blende eben länger geöffnet bleiben damit die gleiche Menge Licht auf den Sensor/Film kommt, wie bei geöffneter Blende und kürzerer Zeit.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel:
Blende 5,6 und 1/1000 ergibt die gleiche richtige Belichtung wie F18 und 1/125
1/1000 ist kürzer als 1/125
Die Blende bei 5,6 ist weit geöffnet jedoch bei 18 ist sie weiter geschlossen, daher muss die Belichtungszeit länger sein.

Ich habe dafür einmal eine ganz einfache Erklärung gelesen:
Wenn du den Wasserhahn stark und kurz aufdrehst hast du am Ende die gleiche Menge Wasser im Glas wie wenn du ihn nur ganz leicht und dafür länger aufdrehst - alles klar ? biggrin

Warum soll ich nun aber zwischen den Blenden/Zeit - Kombinationen wählen wenn sie am Ende doch das gleiche Bild ergeben ??? confused
Die Blenden/Zeit - Kombinationen ergeben zwar die gleiche Belichtung, jedoch NICHT das gleiche Bild !!!!!

Die Erklärung dafür liegt in der sogenannten Schärfentiefe - die oft auch fälschlicherweise als Tiefenschärfe und Schiefentärfe ( lach ) bezeichnet wird
Nun was ist die Schärfentiefe ?
Sie bezeichnet den Schärfebereich in einem Bild. Ihr habt sicher alle schon einmal ein Portrait von einem Menschen gesehen wo der Kopf scharf und der Hintergrund sehr verschwommen ist - das ist auch ein Beispiel dafür. Man nennt das Motiv dann "freigestellt" - durch die unschärfe hebt es sich gut vom Hintergrund ab.
Es gibt komplizierte Formeln die Schärfentiefe zu berechnen aber das braucht man in der Praxis nicht wirklich daher gehen wir darauf nicht weiter ein.
Wichtig ist nur dass man sich merkt:
Kleine Blendenzahl (= große Blende) ergibt wenig Schärfentiefe - hohe Blendenzahl (= kleine Blende) ergibt mehr Schärfentiefe

Wenn ihr das verstanden habt habt ihr auch den Sinn und die Verwendungsmöglichkeiten des A oder Tv - Modus aus dem ersten Kapitel verstanden.
Ich persönlich fotografiere bevorzugt in diesem Modus um kontrolle über die Schärfentiefe zu haben.


Übungsfrage:
Welche Blendenzahl werde ich wählen wenn ich eine Landschaftsaufnahme machen will, die möglichst durchgehend scharf sein soll ?


Hier ein Beispiel
Beim ersten bild kann man genau erkennen wo ich hinfokussiert habe durch die unschärfe in der Umgebung
Beim 2. Bild ist das Bild durchgehend scharf


Eure Aufgabe bis zum Wochenende (spätestens So.) wird nun sein dass ihr mindestens 2 Bilder in der Art wie ich erstellt - eines mit großer und eines mit kleiner Blende.
Sucht euch dazu am besten ein statisches (sich nicht bewegendes) Motiv und macht davon mindestens 2 Fotos mit den verschiedenen Blenden/Zeitkombinationen. Ihr könnt dem Zeitautomatikmodus benützen oder ganz mutige benützen den manuellen Modus Wink
Wählt möglichst den gleichen Bildausschnitt - also entweder Kamera aufs Stativ wer eins hat oder Kamera wo auflegen, bzw Foto machen - Blende verstellen - nächstes Foto. Dazwischen nichts anderes verstellen als die Blende/Verschlusszeit Kombi

Die Fotos werden dann hier eingestellt und die verwendete Blende/Verschlusszeit dazugeschrieben. Die Fotos sollten unbearbeitet sein, bis auf die Verkleinerung.

Viel Spaß ! flower

_________________


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Fotografieren lernen dauert etwas länger,
aber am schwierigsten ist Sehen lernen
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Das Zusammenspiel von Blende und Verschlusszeit / Schärfentiefe

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